Infografik zum Mutual Action Plan im B2B mit gemeinsamem Fahrplan von Käufer und Verkäufer im Schuster-Modell®
Der Mutual Action Plan verbindet Käufer und Verkäufer über einen gemeinsamen Fahrplan mit Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und Terminen bis zum erfolgreichen Abschluss.

Mutual Action Plan im B2B: Käufer und Verkäufer auf einen Fahrplan verpflichten

Mutual Action Plan im B2B: Käufer und Verkäufer auf einen Fahrplan verpflichten

Die meisten Deals scheitern nicht am „Nein“, sondern am „Nicht jetzt“. Ein vielversprechendes Projekt verliert an Tempo, Termine verschieben sich, und am Ende gewinnt der Status quo. Der Mutual Action Plan setzt genau hier an: Er macht aus einer einseitigen Vertriebs-Pipeline einen gemeinsamen Fahrplan, auf den sich beide Seiten verpflichten. Diese Seite zeigt, was ein guter MAP enthält und wie das Schuster-Modell® ihn in den Phasen Entscheidungsprozess und Abschluss einsetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Mutual Action Plan (MAP) ist ein gemeinsamer Fahrplan von Käufer und Verkäufer bis zum Ziel.
  • Er hält Meilensteine, Verantwortliche und Termine für beide Seiten fest.
  • Im Schuster-Modell® steuert der MAP die Phasen ENT und ABS.
  • Er setzt den in MEDDPICC qualifizierten Decision & Paper Process operativ um.
  • Der MAP adressiert den Status-quo-Bias und macht Verzögerungen früh sichtbar.

Ein Mutual Action Plan (MAP) ist ein gemeinsam von Käufer und Verkäufer erstellter Fahrplan bis zur Entscheidung und Umsetzung. Er hält Meilensteine, Verantwortliche und Termine für beide Seiten fest – und macht aus einer einseitigen Vertriebs-Pipeline einen geteilten Kaufprozess.

Warum ein gemeinsamer Plan den Unterschied macht

Solange nur der Vertrieb einen Plan hat, bleibt der Käufer Zuschauer. Verzögerungen fallen erst auf, wenn es zu spät ist. Ein Mutual Action Plan dreht das um: Käufer und Verkäufer planen rückwärts vom gewünschten Zieltermin – etwa dem Go-Live – und legen für jeden Schritt fest, wer bis wann was tut. Der Käufer wird so vom Zuschauer zum Mit-Eigentümer des Prozesses. Das schafft Verbindlichkeit und macht das Projekt im Buying Center sichtbar.

Ein Plan, den nur eine Seite kennt, ist kein Plan, sondern eine Hoffnung.

Bestandteile eines Mutual Action Plans

ElementInhaltBeispiel
ZielterminDas angestrebte Ergebnisdatum, von dem rückwärts geplant wirdProduktivstart im 1. Quartal
MeilensteineDie nötigen Schritte bis zum ZielTestphase, Vertragsentwurf, Gremiumsfreigabe
VerantwortlichePro Schritt eine Person – auf beiden SeitenKunde: Einkauf · Anbieter: Projektleitung
TermineKonkrete Daten statt „demnächst“Vertragsentwurf bis 15.10.
Paper ProcessFormale Beschaffungs- und VertragsschritteRechtsprüfung, Freigabe, Unterschrift

Der Mutual Action Plan im Schuster-Modell®: die Phasen ENT und ABS

Im Schuster-Modell® ist der Mutual Action Plan das stärkste Orchestrierungsinstrument in den Phasen Entscheidungsprozess (ENT) und Abschluss (ABS) des Empathischen Funnels. Er macht den in MEDDPICC qualifizierten Decision Process und Paper Process operativ steuerbar: Was MEDDPICC als Frage stellt („Wie wird entschieden? Wie läuft der Vertragsweg?“), beantwortet der MAP als konkreten, terminierten Plan.

Zugleich adressiert der MAP gezielt den Status-quo-Bias. Wer sich auf einen gemeinsamen Fahrplan verpflichtet, fällt seltener in das „Wir entscheiden gar nichts“ zurück. Und weil jeder Schritt einen Verantwortlichen und ein Datum hat, werden Verzögerungen früh sichtbar – nicht erst, wenn der Zieltermin platzt.

Wie der Mutual Action Plan mit anderen Methoden zusammenspielt

  • MAP ← MEDDPICC: MEDDPICC qualifiziert Decision & Paper Process, der MAP setzt sie als terminierten Fahrplan um.
  • MAP + Sense Making: Der MAP ist selbst ein Sense-Making-Instrument – er ordnet den Entscheidungsprozess und schafft Klarheit im Buying Center.
  • MAP + Value Selling: Der im Business Case bezifferte Nutzen liefert das Argument, den Zieltermin nicht zu verschieben – jeder Monat Verzug kostet messbar.

Der Mutual Action Plan in der Praxis

Ein Beispiel: Der Deal ist qualifiziert, aber der Kunde zögert mit der Unterschrift. Statt nachzufassen, setzt sich der Verkäufer mit dem Champion zusammen und plant rückwärts vom gewünschten Go-Live: Welche Schritte braucht es, wer ist beteiligt, bis wann? Schnell wird klar, dass die Rechtsprüfung sechs Wochen dauert (Paper Process). Der gemeinsame Plan macht sichtbar, dass die Unterschrift schon in zwei Wochen fallen muss, um den Termin zu halten (ENT/ABS). Aus diffusem Zögern wird ein konkreter, von beiden Seiten getragener nächster Schritt.

Einordnung ins strike2® Framework

Der Mutual Action Plan ist das Steuerungsinstrument am Ende der Methoden-Kette des Schuster-Modells®. Welche Methode an welcher Stelle des Kaufprozesses greift, zeigt die Übersicht Vertriebsmethoden im B2B. Nach Discovery, Reframe, Buying-Center-Arbeit und Qualifizierung (MEDDPICC) führt der MAP in ENT/ABS Käufer und Verkäufer gemeinsam zum Abschluss. Den Kontext liefert immer die Deep Buyer Persona – ganz im Sinne der strike2-Haltung „Verstehen vor Vermarkten“.

Häufige Fragen zum Mutual Action Plan

Was ist ein Mutual Action Plan?

Ein Mutual Action Plan (MAP) ist ein gemeinsam von Käufer und Verkäufer erstellter Fahrplan bis zur Entscheidung und Umsetzung. Er hält Meilensteine, Verantwortliche und Termine für beide Seiten fest und macht aus einer einseitigen Vertriebs-Pipeline einen geteilten Kaufprozess.

Was gehört in einen Mutual Action Plan?

Ein MAP enthält den angestrebten Zieltermin (z. B. Go-Live), die rückwärts geplanten Meilensteine, die Verantwortlichen auf Kunden- und Anbieterseite, konkrete Termine sowie die Schritte des Paper Process – also Beschaffung, Rechtsprüfung und Unterschrift.

Wo wird der Mutual Action Plan im Schuster-Modell eingesetzt?

Im Schuster-Modell® steuert der Mutual Action Plan die Phasen Entscheidungsprozess (ENT) und Abschluss (ABS). Er macht den in MEDDPICC qualifizierten Decision Process und Paper Process operativ steuerbar.

Wie hängen MEDDPICC und Mutual Action Plan zusammen?

MEDDPICC erfasst Decision Process und Paper Process als Qualifizierungsfelder. Der Mutual Action Plan setzt genau diese Felder operativ um – er übersetzt das, was MEDDPICC abfragt, in einen konkreten, terminierten Fahrplan mit Verantwortlichen.

Warum hilft ein Mutual Action Plan gegen stockende Deals?

Ein MAP adressiert den Status-quo-Bias direkt: Wer sich gemeinsam auf einen Fahrplan verpflichtet, fällt seltener in das Nichtstun zurück. Zudem macht er Verzögerungen früh sichtbar, weil jeder Schritt einen Verantwortlichen und ein Datum hat.

Fazit

Der Mutual Action Plan ist der Unterschied zwischen einem Deal, der „irgendwann“ abgeschlossen wird, und einem, der einen Termin hat. Seine volle Kraft entfaltet er, wenn er die in MEDDPICC qualifizierten Prozesse aufgreift, den im Business Case bezifferten Nutzen als Dringlichkeit nutzt und den Champion zum Mit-Planer macht. Genau diesen Bauplan liefert das Schuster-Modell®.

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