Die meisten Deals scheitern nicht am „Nein“, sondern am „Nicht jetzt“. Ein vielversprechendes Projekt verliert an Tempo, Termine verschieben sich, und am Ende gewinnt der Status quo. Der Mutual Action Plan setzt genau hier an: Er macht aus einer einseitigen Vertriebs-Pipeline einen gemeinsamen Fahrplan, auf den sich beide Seiten verpflichten. Diese Seite zeigt, was ein guter MAP enthält und wie das Schuster-Modell® ihn in den Phasen Entscheidungsprozess und Abschluss einsetzt.
Ein Mutual Action Plan (MAP) ist ein gemeinsam von Käufer und Verkäufer erstellter Fahrplan bis zur Entscheidung und Umsetzung. Er hält Meilensteine, Verantwortliche und Termine für beide Seiten fest – und macht aus einer einseitigen Vertriebs-Pipeline einen geteilten Kaufprozess.
Solange nur der Vertrieb einen Plan hat, bleibt der Käufer Zuschauer. Verzögerungen fallen erst auf, wenn es zu spät ist. Ein Mutual Action Plan dreht das um: Käufer und Verkäufer planen rückwärts vom gewünschten Zieltermin – etwa dem Go-Live – und legen für jeden Schritt fest, wer bis wann was tut. Der Käufer wird so vom Zuschauer zum Mit-Eigentümer des Prozesses. Das schafft Verbindlichkeit und macht das Projekt im Buying Center sichtbar.
Ein Plan, den nur eine Seite kennt, ist kein Plan, sondern eine Hoffnung.
| Element | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| Zieltermin | Das angestrebte Ergebnisdatum, von dem rückwärts geplant wird | Produktivstart im 1. Quartal |
| Meilensteine | Die nötigen Schritte bis zum Ziel | Testphase, Vertragsentwurf, Gremiumsfreigabe |
| Verantwortliche | Pro Schritt eine Person – auf beiden Seiten | Kunde: Einkauf · Anbieter: Projektleitung |
| Termine | Konkrete Daten statt „demnächst“ | Vertragsentwurf bis 15.10. |
| Paper Process | Formale Beschaffungs- und Vertragsschritte | Rechtsprüfung, Freigabe, Unterschrift |
Im Schuster-Modell® ist der Mutual Action Plan das stärkste Orchestrierungsinstrument in den Phasen Entscheidungsprozess (ENT) und Abschluss (ABS) des Empathischen Funnels. Er macht den in MEDDPICC qualifizierten Decision Process und Paper Process operativ steuerbar: Was MEDDPICC als Frage stellt („Wie wird entschieden? Wie läuft der Vertragsweg?“), beantwortet der MAP als konkreten, terminierten Plan.
Zugleich adressiert der MAP gezielt den Status-quo-Bias. Wer sich auf einen gemeinsamen Fahrplan verpflichtet, fällt seltener in das „Wir entscheiden gar nichts“ zurück. Und weil jeder Schritt einen Verantwortlichen und ein Datum hat, werden Verzögerungen früh sichtbar – nicht erst, wenn der Zieltermin platzt.
Ein Beispiel: Der Deal ist qualifiziert, aber der Kunde zögert mit der Unterschrift. Statt nachzufassen, setzt sich der Verkäufer mit dem Champion zusammen und plant rückwärts vom gewünschten Go-Live: Welche Schritte braucht es, wer ist beteiligt, bis wann? Schnell wird klar, dass die Rechtsprüfung sechs Wochen dauert (Paper Process). Der gemeinsame Plan macht sichtbar, dass die Unterschrift schon in zwei Wochen fallen muss, um den Termin zu halten (ENT/ABS). Aus diffusem Zögern wird ein konkreter, von beiden Seiten getragener nächster Schritt.
Der Mutual Action Plan ist das Steuerungsinstrument am Ende der Methoden-Kette des Schuster-Modells®. Welche Methode an welcher Stelle des Kaufprozesses greift, zeigt die Übersicht Vertriebsmethoden im B2B. Nach Discovery, Reframe, Buying-Center-Arbeit und Qualifizierung (MEDDPICC) führt der MAP in ENT/ABS Käufer und Verkäufer gemeinsam zum Abschluss. Den Kontext liefert immer die Deep Buyer Persona – ganz im Sinne der strike2-Haltung „Verstehen vor Vermarkten“.
Ein Mutual Action Plan (MAP) ist ein gemeinsam von Käufer und Verkäufer erstellter Fahrplan bis zur Entscheidung und Umsetzung. Er hält Meilensteine, Verantwortliche und Termine für beide Seiten fest und macht aus einer einseitigen Vertriebs-Pipeline einen geteilten Kaufprozess.
Ein MAP enthält den angestrebten Zieltermin (z. B. Go-Live), die rückwärts geplanten Meilensteine, die Verantwortlichen auf Kunden- und Anbieterseite, konkrete Termine sowie die Schritte des Paper Process – also Beschaffung, Rechtsprüfung und Unterschrift.
Im Schuster-Modell® steuert der Mutual Action Plan die Phasen Entscheidungsprozess (ENT) und Abschluss (ABS). Er macht den in MEDDPICC qualifizierten Decision Process und Paper Process operativ steuerbar.
MEDDPICC erfasst Decision Process und Paper Process als Qualifizierungsfelder. Der Mutual Action Plan setzt genau diese Felder operativ um – er übersetzt das, was MEDDPICC abfragt, in einen konkreten, terminierten Fahrplan mit Verantwortlichen.
Ein MAP adressiert den Status-quo-Bias direkt: Wer sich gemeinsam auf einen Fahrplan verpflichtet, fällt seltener in das Nichtstun zurück. Zudem macht er Verzögerungen früh sichtbar, weil jeder Schritt einen Verantwortlichen und ein Datum hat.
Der Mutual Action Plan ist der Unterschied zwischen einem Deal, der „irgendwann“ abgeschlossen wird, und einem, der einen Termin hat. Seine volle Kraft entfaltet er, wenn er die in MEDDPICC qualifizierten Prozesse aufgreift, den im Business Case bezifferten Nutzen als Dringlichkeit nutzt und den Champion zum Mit-Planer macht. Genau diesen Bauplan liefert das Schuster-Modell®.
Ihr nächster Schritt: Wie SPIN, Challenger, GAP Selling, Sense Making, MEDDPICC und Mutual Action Plans im Detail in den Empathischen Funnel eingeklinkt werden, zeigt das kostenlose strike2-Whitepaper „Empathische Revenue-Systeme“ – über 20 Seiten Praxiswissen inklusive Methoden-Mapping und Reifegrad-Selbsttest.
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Verwandte Themen: Vertriebsmethoden im B2B · MEDDPICC · Sense Making · Value Selling
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