
Ein Interessent lädt einen Inhalt herunter. Er besucht die Website erneut. Liest einen Fachartikel. Öffnet einen Newsletter. Vielleicht beschäftigt er sich sogar intensiver mit einer konkreten Fragestellung.
Für viele Unternehmen ist das bereits das Signal: Jetzt muss der Vertrieb ran.
Doch häufig ist genau das zu früh.
In „Der Sog“, dem zweiten Band der Geschäftsroman-Reihe From Cold to Close – Der neue Weg eines Kunden, geht es um die Phase zwischen dem ersten erkennbaren Interesse und tatsächlicher Kaufbereitschaft.
Die zentrale Frage lautet:
Wie begleiten wir einen Menschen so, dass aus Aufmerksamkeit Vertrauen, aus Vertrauen Orientierung und aus Orientierung schließlich Kaufbereitschaft entstehen kann?
Klassisches Marketing und klassischer Vertrieb versuchen häufig, Interessenten möglichst schnell zum nächsten Schritt zu bewegen.
Mehr Calls-to-Action. Mehr E-Mails. Mehr Nachfassen. Mehr Vertriebsdruck.
Der Sog verfolgt einen anderen Ansatz.
Statt einen Menschen durch einen vorgegebenen Funnel zu schieben, entsteht ein Umfeld, in dem er selbst weitergehen möchte.
Durch relevante Inhalte. Durch hilfreiche Impulse. Durch Antworten auf seine Fragen. Und durch Informationen, die genau zu seiner aktuellen Situation passen.
Nicht drücken. Sondern Sog erzeugen.
Damit Nurturing funktioniert, reicht es nicht, regelmäßig E-Mails zu verschicken. Die entscheidende Frage lautet: Was braucht dieser Mensch jetzt? Ein Interessent am Anfang seiner Customer Journey benötigt andere Informationen als jemand, der bereits verschiedene Lösungswege vergleicht. Wer sich gerade eines Problems bewusst wird, braucht Orientierung. Wer bereits Alternativen bewertet, benötigt andere Inhalte. Wer kurz vor einer Entscheidung steht, sucht wiederum nach Sicherheit. Deshalb ist gutes Nurturing kein linearer E-Mail-Ablauf. Es orientiert sich am Informations- und Entscheidungsbedarf des Kunden.
Unternehmen denken gerne in Kampagnen, Stufen und Zeitplänen. Kunden tun das nicht. Der eine beschäftigt sich innerhalb weniger Tage intensiv mit einem Thema. Ein anderer benötigt Wochen oder Monate. Manchmal wird ein Prozess unterbrochen und später wieder aufgenommen. Der Sog zeigt deshalb eine Customer Journey, die nicht vom Zeitplan des Anbieters bestimmt wird. Der Kunde bestimmt Geschwindigkeit und Richtung. Marketing Automation unterstützt dabei, Verhalten und Signale zu erkennen und auf diese Veränderungen zu reagieren. So entsteht aus einer starren Kampagne ein dynamischer Begleitprozess.
Nurturing wird häufig mit automatisierten E-Mail-Strecken gleichgesetzt. Doch das greift zu kurz. Ein Interessent bewegt sich über unterschiedliche Touchpoints: Website, Fachartikel, Downloads, Videos, Veranstaltungen, Newsletter oder weitere Informationsangebote. Entscheidend ist nicht der einzelne Kanal. Entscheidend ist, ob diese Berührungspunkte inhaltlich zusammenpassen und den Menschen auf seiner Customer Journey weiterbringen. Marketing Automation wird damit nicht zum automatischen Mailversender. Sie wird zum System, das relevante Interaktionen miteinander verbindet.
Content erfüllt dabei eine konkrete Aufgabe. Nicht möglichst viel veröffentlichen. Nicht möglichst häufig sichtbar sein. Sondern Fragen beantworten. Welche Herausforderung versucht der Interessent zu verstehen? Welche Unsicherheit hält ihn zurück? Welche Zusammenhänge muss er kennen? Welche Informationen benötigt er, um eine Entscheidung überhaupt vorbereiten zu können? Aus dieser Perspektive verändert sich Content Marketing.
Content wird zum Werkzeug der Customer Journey.
Einer der zentralen Gedanken von Der Sog ist die Befähigung. Komplexe B2B-Kaufentscheidungen sind für Kunden anstrengend. Sie müssen Informationen sammeln, Alternativen vergleichen, Risiken bewerten und häufig weitere Personen im eigenen Unternehmen einbeziehen. Die Aufgabe eines guten Anbieters besteht deshalb nicht nur darin, die eigene Lösung überzeugend darzustellen. Er kann dem Interessenten helfen, eine gute Entscheidung treffen zu können. Das bedeutet beispielsweise: Zusammenhänge verständlich machen. Entscheidungskriterien liefern. Alternativen einordnen. Risiken transparent machen. Komplexität reduzieren. So entsteht Vertrauen nicht durch Behauptungen, sondern durch tatsächlichen Mehrwert.
Je mehr Interessenten individuell begleitet werden sollen, desto schwieriger wird dies manuell. Hier kommt Marketing Automation ins Spiel. Sie kann erkennen, welche Inhalte genutzt werden, welche Themen besonders relevant erscheinen und wie sich das Verhalten eines Kontakts verändert. Auf dieser Basis können passende nächste Inhalte oder Impulse bereitgestellt werden. Doch die Technologie entscheidet nicht darüber, was für einen Menschen relevant ist. Die Methode gibt die Logik vor. Die Automation skaliert sie. Damit wird Marketing Automation vom Tool zur Infrastruktur einer systematischen Customer Journey.
Ein Download ist ein Datenpunkt. Ein Websitebesuch ebenfalls. Eine geöffnete E-Mail auch. Für sich genommen sagen diese Ereignisse wenig über tatsächliche Kaufbereitschaft aus. Interessant werden sie erst, wenn sich Muster entwickeln. Welche Themen werden wiederholt aufgerufen? Welche Inhalte werden intensiver genutzt? Verändert sich das Verhalten? Werden die Fragestellungen konkreter? So entsteht aus einzelnen Aktivitäten ein Bild.
Aus Daten werden Signale.
An diesem Punkt wird Lead Scoring relevant. Es hilft dabei, unterschiedliche Signale zusammenzuführen und Veränderungen in der Reife eines Kontakts sichtbar zu machen. Doch ein Score ist keine Wahrheit. Er ist ein Modell. Ein Mensch mit vielen Punkten ist nicht automatisch kaufbereit. Und ein Mensch mit wenigen Punkten ist nicht automatisch uninteressant. Lead Scoring soll deshalb nicht bestimmen, wann verkauft wird. Es soll helfen, die entscheidende Frage besser zu beantworten:
Wie weit ist dieser Mensch auf seinem Weg tatsächlich?
Wenn Nurturing funktioniert, verändert sich die Ausgangssituation für den Vertrieb grundlegend. Der Interessent kennt das Unternehmen bereits. Er hat Inhalte genutzt. Er hat Kompetenz erlebt. Er hat Antworten bekommen. Er konnte sich orientieren. Das erste persönliche Gespräch beginnt deshalb nicht mehr bei null. Marketing hat nicht einfach einen Namen erzeugt. Es hat Vertrauen vorbereitet. Genau darin liegt die strategische Bedeutung von Nurturing.
Irgendwann verdichten sich die Signale. Der Kontakt beschäftigt sich intensiver mit bestimmten Themen. Sein Informationsbedarf verändert sich. Aus allgemeiner Orientierung wird konkreteres Interesse. Jetzt entsteht eine schwierige Frage: Ist der Lead reif für den Vertrieb? Zu früh übergeben – und der aufgebaute Sog kann durch Verkaufsdruck zerstört werden. Zu spät übergeben – und möglicherweise wird ein wichtiger Moment verpasst. Damit führt Band 2 unmittelbar zur nächsten entscheidenden Schnittstelle der Customer Journey.
Der Sog verbindet Geschäftsroman, Lead Management und Marketing Automation. Im Mittelpunkt stehen:
Der Kern des Bandes ist dabei nicht Automation um ihrer selbst willen. Nurturing soll Menschen mit relevanten Inhalten begleiten, Vertrauen aufbauen und ihnen helfen, eine komplexe Kaufentscheidung besser vorzubereiten. Der_Sog_Band2_KDP_v2.docx
Mit „Der Sog“ setzt sich die Reise fort, die in Band 1 im Rauschen des Dark Funnels begonnen hat. Dort wurde aus einem unbekannten Menschen ein erstes erkennbares Signal. Jetzt geht es darum, dieses Interesse nicht durch vorschnellen Verkaufsdruck zu verlieren, sondern weiterzuentwickeln. Aus Aufmerksamkeit wird Interesse. Aus Interesse wird Vertrauen. Aus Vertrauen entsteht Orientierung. Und aus Orientierung kann Kaufbereitschaft entstehen. Doch genau dann wartet die nächste Herausforderung: Wann ist der richtige Zeitpunkt, den Vertrieb einzubeziehen? Diese Frage führt direkt zu Band 3 – „Die grüne Banane®“: Übergabe und erstes Gespräch.

Eine Revenue Engine ist ein integriertes System aus Marketing, Vertrieb und Daten, das darauf ausgerichtet ist, planbar Nachfrage zu erzeugen, Leads zu entwickeln und Umsatz zu generieren. Im Gegensatz zum klassischen Funnel steht nicht der einzelne Abschluss im Fokus, sondern ein dauerhaft funktionierendes Wachstumssystem.
Das Buch richtet sich an IT-Unternehmen mit komplexen Vertriebsprozessen, insbesondere Softwarehäuser, SaaS-Anbieter, Cloud-Provider und IT-Dienstleister. Es ist besonders relevant für Unternehmen mit längeren Sales Cycles und mehreren Entscheidern im Buying Center.
Ja. Die Prinzipien der Revenue Engine sind skalierbar. Auch kleinere Unternehmen profitieren davon, Marketing und Vertrieb systematisch zu verbinden und Prozesse datenbasiert zu steuern – oft sogar schneller als größere Organisationen.
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Daten sind die Grundlage für Timing, Relevanz und Priorisierung. Das Buch zeigt, wie Sie Verhaltensdaten, Lead Scoring und Intent Data nutzen, um bessere Entscheidungen zu treffen. KI wird dabei als Verstärker gesehen – nicht als Ersatz für Strategie.
Viele Ansätze lassen sich sofort umsetzen, zum Beispiel im Bereich Lead Scoring, Nurturing oder Marketing-Vertriebs-Alignment. Eine vollständige Revenue Engine entsteht schrittweise, liefert aber bereits früh messbare Ergebnisse.
Weil sich das Kaufverhalten verändert hat. Kunden informieren sich heute selbstständig und treten erst spät in den direkten Kontakt mit dem Vertrieb. Klassisches Lead Management greift zu kurz, wenn es nicht in ein ganzheitliches System eingebettet ist.
Sie erhalten ein klares System, um Marketing und Vertrieb neu auszurichten. Ziel ist es, mehr relevante Anfragen zu generieren, die Qualität von Leads zu erhöhen und Vertriebsprozesse planbarer zu machen.
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