
Die Customer Journey beginnt lange bevor ein potenzieller Kunde mit Ihrem Unternehmen spricht.
Menschen erkennen ein Problem. Sie suchen nach Informationen, lesen Fachbeiträge, hören Podcasts, sehen Videos, fragen Kollegen, nutzen Suchmaschinen und zunehmend auch KI-Systeme. Sie vergleichen Lösungsansätze und bilden sich eine Meinung.
Marketing und Vertrieb sehen davon zunächst wenig.
Der potenzielle Kunde ist da – aber noch nicht als Lead.
Genau hier beginnt „Das Rauschen“, der erste Band der Geschäftsroman-Reihe From Cold to Close – Der neue Weg eines Kunden.
Die zentrale Frage lautet:
Wie werden Sie relevant für Menschen, die noch gar nicht mit Ihnen sprechen – und vielleicht noch nicht einmal wissen, dass sie später Ihr Kunde werden könnten?
Der klassische Vertrieb beginnt häufig dort, wo ein Interessent identifizierbar wird. Ein Formular wird ausgefüllt. Eine Anfrage kommt herein. Ein Kontakt besucht eine Veranstaltung. Ein Lead landet im CRM. Doch die eigentliche Customer Journey hat zu diesem Zeitpunkt längst begonnen. Vorher existiert eine Phase, in der Menschen recherchieren, lernen und ihre Anforderungen entwickeln, ohne direkten Kontakt mit potenziellen Anbietern aufzunehmen.
Für das Unternehmen sieht diese Phase wie Rauschen aus: viele anonyme Aktivitäten, Suchbewegungen, Themen, Fragen und Signale. Für den potenziellen Kunden ist sie dagegen hoch relevant. Er versucht, seine Welt zu verstehen.
Unternehmen denken in Produkten, Lösungen und Leistungsmerkmalen. Kunden beginnen an einem anderen Punkt. Sie erleben eine Situation. Etwas funktioniert nicht mehr so gut wie früher. Ein Prozess wird zu langsam. Kosten steigen. Anforderungen verändern sich. Neue Technologien tauchen auf. Wettbewerber entwickeln sich weiter. Am Anfang steht deshalb häufig noch keine konkrete Kaufabsicht.
Es steht eine Frage. „Müssen wir etwas verändern?“
Wer in dieser Phase bereits ausschließlich über sein Produkt spricht, ist möglicherweise zu früh mit der Antwort da. Demand Generation beginnt deshalb nicht mit dem Angebot. Sie beginnt mit dem Problem des Kunden.
Das verändert die Aufgabe des Marketings fundamental. Es reicht nicht, dann gefunden zu werden, wenn ein potenzieller Kunde bereits nach einer konkreten Produktkategorie sucht. Denn bis dahin können wesentliche Entscheidungen bereits gefallen sein: Welche Art von Lösung kommt infrage? Welche Kriterien sind wichtig? Welche Anbieter erscheinen kompetent? Wem wird vertraut? Deshalb geht es darum, bereits während der Orientierungsphase relevant zu werden. Mit Themen, Fragen und Inhalten, die zur Situation des potenziellen Kunden passen.
Nicht erst sichtbar werden, wenn Nachfrage existiert – sondern Nachfrage mitentwickeln.
Demand Generation verfolgt damit ein anderes Ziel als klassische Lead Generation. Nicht jeder Kontakt muss sofort identifiziert werden. Nicht jeder Download braucht ein Formular. Und nicht jeder Mensch, der sich für einen Inhalt interessiert, möchte anschließend vom Vertrieb angerufen werden. Im Mittelpunkt steht zunächst etwas anderes: Relevanz aufbauen. Das Unternehmen hilft Menschen, ein Problem besser zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und mögliche Lösungswege einzuordnen. Dadurch entsteht Aufmerksamkeit. Aus Aufmerksamkeit kann Vertrauen entstehen. Und aus Vertrauen kann irgendwann Interesse werden.
Die Metapher des Wasserlochs beschreibt diesen Perspektivwechsel besonders gut. Bei der klassischen Jagd sucht der Jäger seine Beute. Er verfolgt sie. Beim Wasserloch funktioniert die Logik anders. Der Ort ist so relevant, dass die Tiere von selbst kommen. Übertragen auf B2B bedeutet das: Schaffen Sie Orte, Inhalte und Angebote, zu denen Ihre potenziellen Kunden kommen, weil sie dort etwas finden, das für sie relevant ist. Ein Fachartikel kann ein solches Wasserloch sein. Ein Webinar. Ein Podcast. Eine fundierte Studie. Ein Rechner. Ein Leitfaden. Oder eine thematisch starke Website. Marketing muss den Kunden dann nicht permanent verfolgen. Es schafft einen Grund, warum er freiwillig kommt.
Damit verändert sich auch die Funktion von Content. Content soll nicht einfach Traffic erzeugen. Er soll helfen. Eine gute Information beantwortet eine echte Frage. Sie erklärt Zusammenhänge, reduziert Unsicherheit oder eröffnet eine neue Perspektive. Der potenzielle Kunde erlebt dadurch Kompetenz, bevor er überhaupt mit einem Menschen des Unternehmens gesprochen hat. Content wird zum Vertrauensvorschuss. Und genau dieser Vertrauensvorschuss kann später entscheidend dafür sein, welche Anbieter überhaupt in Betracht gezogen werden.
Die Informationssuche verändert sich zusätzlich durch generative KI. Menschen suchen nicht mehr ausschließlich über klassische Suchmaschinen. Sie stellen komplexe Fragen direkt an KI-Systeme und erwarten zusammengefasste Antworten, Einordnungen und Empfehlungen. Damit reicht es perspektivisch nicht aus, lediglich für eine Suchmaschine optimiert zu sein. Inhalte müssen so relevant, eindeutig und fachlich belastbar sein, dass sie auch im Umfeld generativer Systeme verstanden und als hilfreiche Quelle eingeordnet werden können. Neben SEO – Search Engine Optimization tritt deshalb zunehmend GEO – Generative Engine Optimization. Für Demand Generation wird das relevant, weil sich der Ort verändert, an dem Orientierung entsteht.
Mehr Sichtbarkeit bedeutet dabei nicht automatisch mehr Kanäle. LinkedIn, YouTube, Newsletter, Podcasts, Google, Veranstaltungen, Communities und KI-Plattformen gleichzeitig zu bespielen, kann schnell zu beliebigem Content führen. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Auf welchen Kanälen sollten wir aktiv sein?“ Sondern: „Wo suchen unsere Wunschkunden nach Orientierung?“ Genau dort sollte das Unternehmen sein. Nicht überall. Sondern an den richtigen Wasserlöchern.
Lange bleibt der potenzielle Kunde unsichtbar. Dann verändert sich etwas. Vielleicht kehrt er zurück. Er liest weitere Inhalte. Beschäftigt sich intensiver mit einem bestimmten Thema. Besucht mehrere Seiten. Abonniert einen Newsletter oder lädt einen weiterführenden Inhalt herunter. Aus vielen anonymen Aktivitäten beginnt sich ein Muster zu entwickeln. Aus Rauschen wird ein Signal. Noch ist daraus keine Kaufbereitschaft geworden. Aber erstmals entsteht eine Verbindung zwischen dem unbekannten Menschen im Dark Funnel und dem Unternehmen. Das ist der Übergang, den Band 1 vorbereitet.
Und genau hier liegt eine wichtige Falle. Ein Mensch wird sichtbar. Das Unternehmen kennt vielleicht erstmals seinen Namen und seine E-Mail-Adresse. Die Versuchung ist groß: „Lead erkannt – Vertrieb einschalten.“ Doch Sichtbarkeit ist nicht gleich Kaufbereitschaft. Der Interessent hat gerade erst begonnen, sich intensiver mit einem Thema auseinanderzusetzen. Was er jetzt braucht, ist möglicherweise kein Verkaufsgespräch. Er braucht weitere Orientierung. Damit führt das Ende von Das Rauschen direkt zur nächsten Phase der Customer Journey:
Nurturing und Befähigung.
Das Rauschen verbindet Geschäftsroman und moderne B2B-Vermarktung. Im Mittelpunkt stehen insbesondere:
Mit „Das Rauschen“ beginnt From Cold to Close – Der neue Weg eines Kunden bewusst nicht beim Lead. Die Geschichte beginnt früher. Dort, wo ein Mensch ein Problem wahrnimmt. Wo er Informationen sucht. Wo er sich eine Meinung bildet. Und wo Unternehmen für ihn relevant werden können, obwohl Marketing und Vertrieb ihn noch gar nicht kennen. Aus Rauschen entsteht Aufmerksamkeit. Aus Aufmerksamkeit entsteht Relevanz. Aus Relevanz entsteht Vertrauen. Und irgendwann wird daraus ein erstes Signal. Doch dieses Signal ist erst der Anfang. Denn jetzt stellt sich die nächste Frage: Wie begleiten wir diesen Menschen weiter, ohne den gerade entstandenen Sog durch vorschnellen Vertriebsdruck zu zerstören?
Genau dort setzt Band 2 – „Der Sog: Nurturing und Befähigung“ an.

Eine Revenue Engine ist ein integriertes System aus Marketing, Vertrieb und Daten, das darauf ausgerichtet ist, planbar Nachfrage zu erzeugen, Leads zu entwickeln und Umsatz zu generieren. Im Gegensatz zum klassischen Funnel steht nicht der einzelne Abschluss im Fokus, sondern ein dauerhaft funktionierendes Wachstumssystem.
Das Buch richtet sich an IT-Unternehmen mit komplexen Vertriebsprozessen, insbesondere Softwarehäuser, SaaS-Anbieter, Cloud-Provider und IT-Dienstleister. Es ist besonders relevant für Unternehmen mit längeren Sales Cycles und mehreren Entscheidern im Buying Center.
Ja. Die Prinzipien der Revenue Engine sind skalierbar. Auch kleinere Unternehmen profitieren davon, Marketing und Vertrieb systematisch zu verbinden und Prozesse datenbasiert zu steuern – oft sogar schneller als größere Organisationen.
Nein. Der Fokus liegt bewusst nicht auf einzelnen Tools, sondern auf dem System dahinter. Sie lernen, wie Sie vorhandene Technologien sinnvoll orchestrieren, statt neue Tools einzuführen.
Das Buch betrachtet Marketing und Vertrieb nicht isoliert, sondern als integriertes System. Es verbindet Strategie, Prozesse und Umsetzung und überträgt das Schuster-Modell® konkret auf die Anforderungen der IT-Branche.
Daten sind die Grundlage für Timing, Relevanz und Priorisierung. Das Buch zeigt, wie Sie Verhaltensdaten, Lead Scoring und Intent Data nutzen, um bessere Entscheidungen zu treffen. KI wird dabei als Verstärker gesehen – nicht als Ersatz für Strategie.
Viele Ansätze lassen sich sofort umsetzen, zum Beispiel im Bereich Lead Scoring, Nurturing oder Marketing-Vertriebs-Alignment. Eine vollständige Revenue Engine entsteht schrittweise, liefert aber bereits früh messbare Ergebnisse.
Weil sich das Kaufverhalten verändert hat. Kunden informieren sich heute selbstständig und treten erst spät in den direkten Kontakt mit dem Vertrieb. Klassisches Lead Management greift zu kurz, wenn es nicht in ein ganzheitliches System eingebettet ist.
Sie erhalten ein klares System, um Marketing und Vertrieb neu auszurichten. Ziel ist es, mehr relevante Anfragen zu generieren, die Qualität von Leads zu erhöhen und Vertriebsprozesse planbarer zu machen.
Beides. Es liefert ein klares strategisches Modell und zeigt gleichzeitig konkrete Umsetzungsansätze für den Alltag in Marketing und Vertrieb.
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